Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen

Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V.

Wir verbinden Geschichte und Gegenwart,
damit Fluchtereignisse und Fluchtursachen nicht in Vergessenheit geraten 

Ein Dokumentations,- Informations-, Bildungs- und Solidaritätsprojekt in Oldenburg,
der Metropolregion und über Grenzen hinweg.

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Kultur und Geschichte im Nordwesten...

... vermittelt der Förderverein durch Tagesreisen zu Museen, Gedenkorten, Gedenk- und Dokumentationsstätten.

Das Angebot richtet sich an junge Menschen unterschiedlicher Herkünfte, Bildung, Sprache und religiöser Orientierung, vorzugsweise an Sprachlernklassen oldenburger Schulen. Unser Beitrag gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Antisemitismus

Ein Besuch im Auswandererhaus Bremerhaven eröffnete die Reihe. Das Gröschlerhaus und die Blaudruckerei in Jever war Ziel eines Besuches am 1. November 2018. Weitere geplante Ziele sind u.a. die Dokumentationsstätte Tidofeld/Stadt Norden, das Gottschalkhaus in Esens, das Sielhafenmuseum Carolinensiel und das Handwerksmuseum Ovelgönne.

Das Gröschlerhaus wurde als modernes Geschäftshaus am Standort der vernichteten Synagoge errrichtet. Jetzt ist es ein Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region


Volker Landig, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Dokumentationsstätte, spricht mit den Besucher*innen  aus Syrien, Irak und Libanon über die Geschichte des Hauses und der jüdischen Einwohner*innen Jevers in der Zeit des nationalsozialistischen Terrors und klärt über deren Schicksal auf.

 

Zum Mittagessen war die Gruppe in der Berufsbildenden Schule des Landkreises Jever eingeladen. Küchenchef und junge Auszubildende der Gastronomie, ebenfalls aus Nahost, bekamen viel Beifall für Kochkünste und Service. Ein Dankeschön-Gegenbesuch in Oldenburg steht in Aussicht

Der Besuch in der Blaudruckerei bildete einen für die Teilnehmenden besonders interessanten Abschluss, kommen doch die Druckmotive wesentlich aus dem persischen Kulturkreis.

 

 

 

 

Unser Angebot (Programm, Reise, Organisation und Finanzierung) steht auch anderen Schulen offen. Info und Kontakt: Ulrich Hartig Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Revolution im Nordwesten 1918/1919

6. November 2018, 18:30, Garnisonkirche Oldenburg

 

 

KRIEG? OHNE UNS!

MILITÄRSTREIK UND DESERTION IM 1. WELTKRIEG SZENISCHE LESUNG

In einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung werden Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl denjenigen Raum geben, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten. Mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf, mit Gedichten, Liedern und Musik werden sie ihren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und Konsequenzen nachgehen, auch mit Verweis auf die aktuelle Bedeutung.
In Deutschland war 1914 die Kriegsdienstverweigerung so gut wie unbekannt. Zum Ende hin gab es massenhafte Desertionen und Militärstreiks gegen die Fortführung des Krieges. Zum ersten Mal entwickelte sich eine breite Bewegung gegen den Krieg. Daran anknüpfend gab es in der Weimarer Republik intensive Diskussionen über Strategien der Kriegsdienstverweigerung und andere Möglichkeiten des Widerstandes gegen Krieg.
Rudi Friedrich (Trompete, Lautpoesie, Gesang, Lesung) und Talib Richard Vogl (Gitarre, Lautpoesie, Gesang, Lesung) bieten mit einer tiefsinnig und kurzweilig gestalteten Szenischen Lesung einen aufschlussreichen Einblick in die damalige Zeit.

Nach der Szenischen Lesung wird es die Möglichkeit für ein Gespräch geben.

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Filmnachmittag im Yezidischen Forum Oldenburg

21. Oktober 2018

"The end of meat - eine Welt ohne Fleisch"

Eine Kooperationsveranstaltung des Fördervereins internationales Fluchtmuseum und dem Yezidischen Forum Oldenburg im Rahmen einer Veranstaltungsreihe u. a. mit der Ev.- Luth. Kirchengemeinde Osternburg (St. Johannes) und dem Anna-Schwarz-Haus der Sinti-Initiative RomnoKher Osternburg.

Was hat das Thema Flucht und Fluchtursachen mit Massentierhaltung und Fleischkonsum zu tun und wie könnte eine Welt, in der keine Tiere mehr gegessen werden, aussehen?

Dieser Frage geht der Film konsequent,  mit großem Engagement und verblüffenden Thesen nach. Er gibt Antworten auf wenig gestellte Fragen.

Alle Mitglieder einer Gesellschaft, auch die der Oldenburger Stadt-Landgesellschaft, müssen sich den Herausforderungen des übermäßigen Fleischkonsums, des Klimawandels, der Vergiftung von Luft, Wasser und Boden und den daraus entstehenden Interessenkonflikten stellen. Die Massentierhaltung, die Rodungen in Regenwäldern für immer mehr Tierfutteranbau und für immer mehr Fleisch"produktion" sind Gründe für Klimaveränderungen, Dürren und Starkregen, folglich auch für Migrationsbewegungen und eben auch Fluchtnotwendigkeiten.

Wir sollten diese Themen weiterhin miteinander besprechen, uns informieren und individuelle und gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Gegenmodelle entwerfen und danach handeln. Ein Anfang ist längst gemacht.....

 

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Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer der Zwangsarbeit - 03. Mai 2018

 

Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V., vertreten durch Lisa Marx und Günter Heuzeroth und das Ökumenische Zentrum Oldenburg e.V. legten gemeinsam einen Kranz während der Gedenkfeier am Mahnmal für Zwangs-arbeiter*innen auf dem Ohmsteder Friedhof nieder.Neben dem Kranz der Stadt Oldenburg, der zum "Stillen Gedenken" einlud, trug die Schleife unserer Vereine die Aufschrift " Erinnern - Gedenken - Mahnen".  Das Gebinde der DKP rief uns zu "Nie wieder Faschismus".

In diesem Jahr versammelten sich erheblich mehr Menschen als in den vergangenen Jahren, was sicher auch der abermaligen Beteiligung von Schüler*innen der IGS Flötenteich zuzurechnen ist, die mit Stationen der historischen Ereignisse die Vergangenheit lebendig werden ließen.

Die Rede der Bürgermeisterin Frau Averbeck (CDU) nahm dankenswerterweise Bezug auf die aktuelle Lage ausgebeuteter Menschen auch in Europa, auch in Deutschland, auch im Oldenburgischen.Zudem ermöglichte die Einladung der Kirchengemeinde Ohmstede zu  Kaffee und Kuchen und zum Besuch einer kleinen themenbezogenen Ausstellung Begegnung Austausch von und  mit Teilnehmenden. Eine gute Entwicklung oldenburgischer Gedenk- und Erinnerungskultur.

Nächstes Jahr auf dem Ohmsteder Friedhof !

 

Über 12 Millionen Menschen leisteten im Verlauf des Zweiten Weltkrieges für Deutschland Zwangsarbeit. Durch die kampflose Übergabe der Stadt Oldenburg an die Alliierten am  3. Mai 1945 konnten die kanadischen Truppen, zu denen auch indigene Soldaten gehörten, noch am selben Tag die in den Lagern eingesperrten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befreien.  Viele überlebten den Schrecken der Lager nicht oder starben an den Folgen der Zwangsarbeit. Das größte Sammelgrab für die Opfer befindet sich in Oldenburg auf dem Friedhof Ohmstede. (Stadt Oldenburg)

 

Wer sich für die Geschichte der Zwangsarbeit in Oldenburg interessiert und an der Vermittlung und an der Erarbeitung und Durchführung von Gedenkformaten und Erinnerungsveranstaltungen teilnehmen möchte, nimmt Kontakt mit Ulrich Hartig vom Förderverein internationales Fluchtmuseum ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0157-74 50 33 27) oder mit Paula von Sydow, Projektleiterin für Gedenk- und Erinnerungskultur der Stadt Oldenburg auf.

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DORFGRÜNDUNG

Politische Bildung mit Geflüchteten, 12. - 14. 1. 2018

Bildungshaus der Arbeitnehmerkammer Bremen in Bad Zwischenahn

 

 Das »Dorf« und die Vorbereitungsgruppe (hintere Reihe): Marilena Kipke (2. v. l.), Julia Brandt (3. v. l.), Sven Rößler (6. v. r.), Ulrich Hartig (4. v. r.) sowie dem Dozenten Andreas Petrik (1. v. r.)

16 erstsprachig arabische Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Integrations-kursen aus Oldenburg, Cloppenburg und Leer sowie zwei Kinder haben sich an einem Wochenende Mitte Januar 2018 in der Bildungsstätte der Bremer Arbei-tnehmerkammer in Bad Zwischenahn auf das politisch-soziale Gedankenexpe-riment einer »Dorfgründung« eingelassen.

Unter der Vorgabe einer fiktiven, zeitlich begrenzten »Anschubfinanzierung« – die nicht zufällig der realen Einkommensverteilung der Bundesrepublik entspricht –, stellten sie sich der Aufgabe, als Gruppe das Zusammenleben in einem verlassenen, abseits gelegenen Dorf in den Pyrenäen zu organisieren, welches sie, so das Szenario, überlassen bekommen haben .Hierfür galt es zunächst, geeignete Prinzipien und Verfahren der politischen Willensbildung zu formulieren, um die unmittelbar anstehenden grundsätzlichen Fragen des wirtschaftlichen Überlebens in der Produktion von notwendigen Gütern bzw. von Waren und ihrer Verteilung genauso klären zu können, wie eine Verhältnisbestimmung von kollektiv vorgegebener oder individuell zu entscheidender kultureller und religiöser Lebensführung vorzunehmen. Diese an sich kontroverser Entscheidungen wurden anschließend in ein Ordnungs-schema selbst erarbeiteter ideengeschichtlicher Idealtypen politisch eingeordnet, welches schließlich auch einen Ausblick auf das politische Spektrum in der bundesdeutschen Parteienlandschaft bot. Während üblicherweise im schulischen Politikunterricht und auch in Integrationskursen eine institutionen-kundliche Lehrgangsdidaktik zugrunde gelegt wird – mit anderen Worten: als angeblichem »Wissen« verwechselter und leicht abfragbarer »Paukstoff« –, ist es ein unbedingter Vorzug der »Dorfgründung«, wie sie von Andreas Petrik, Professor für Didaktik der Sozialkunde/Politische Bildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, konzipiert und seit mehreren Jahren beständig weiterentwickelt und hier nun das erste Mal mit Geflüchteten durchgeführt wurde, die relevanten Inhalte eines republikanischen Ethos in der lebendigen Anwendung auf konkrete Situationen der gesellschaftlichen Wirklichkeit, auf die dieses sich stets bezieht, real (aus-) handel- und erfahrbar werden zu lassen und so dem Anspruch Politischer Bildung, eine demokratische Bürgerwissenschaft zu sein, sehr viel näher zu kommen.

Nicht nur die Vorbereitungsgruppe staunte über das Niveau der wohlgemerkt auf deutsch, also in einer für die meisten gerade erst neu erworbenen Sprache geführten anspruchsvollen Diskussionen – auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Ende selbst von der Heterogenität in ihren eigenen politischen Urteilen überrascht, werden sie doch seit ihrer Ankunft – wie auch im Angebot des Workshopwochenendes – in der Regel als vermeintlich homogene Gruppe der »Geflüchteten« angesprochen. Sich selbst in Pluralität zu erleben und sich darin einzuüben, für die aus dieser Pluralität erwachsenden Konflikte von allen Beteiligten anerkannte Verfahren zu finden, also politisch zu lösen, ist nicht nur für diktatur- und gewalterfahrene neue Angehörige eines demokratischen Gemeinwesens eine entscheidende Erfahrung, sondern bleibende Herausforderung auch in der Mehrheitsgesellschaft und so Verpflichtung von Politischer Bildung gemeinsam mit Sven Rößler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Politische Bildung am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität, als Projekt-Koordinator und den Absolventinnen Julia Brandt und Marilena Kipke, hat sich der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. als Veranstalter des – in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVPB Nds.) angebotenen und durch die Stadt Oldenburg sowie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geförderten – Workshops erfolgreich auf den Weg zur historisch-politischen Bildung mit Migrant*innen gemacht.

Weitere Projekte dieser und ähnlicher Art sind in Vorbereitung.

Mehr Informationen durch Ulrich Hartig, 1. Vorsitzender Förderverein Internationales Fluchtmuseum e. V., Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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AFGHANISTAN

Zurück in den Krieg! Sichere Gebiete? Überleben? Zukunft?

Vortrag von Friederike Stahlmann, Halle, in der Reihe "Öffentliches Nachdenken"

Mittwoch, 18. Oktober, 19.30 Uhr

Städtisches Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3, Oldenburg i. O.

Eintritt frei