Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen

Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V.

Wir verbinden Geschichte und Gegenwart,
damit Fluchtereignisse und Fluchtursachen nicht in Vergessenheit geraten 

Ein Dokumentations,- Informations-, Bildungs- und Solidaritätsprojekt in Oldenburg,
der Metropolregion und über Grenzen hinweg.

_____________________________________________________________________________________________________________________________

Der Verband

Anstaltsfürsorge zwischen Rassenhygiene, Bereicherung und Kommunalpolitik (Oldenburg 1924-1960). Mit E-Book inside

 

Treibende Kraft hinter den NS-Krankenmorden im Land Oldenburg, die im Jahr 1936 begannen, war der Landesfürsorgeverband. Mit einer rücksichtslosen Kostenreduzierung in den Anstalten und Heimen wurde Kapital zum Aufbau einer regionalen Energiewirtschaft, zur Finanzierung völkischer Kultur und zur Förderung der Landwirtschaft generiert.
Gestützt auf eine Fülle von Quellenmaterial führt der Autor den historischen Nachweis, dass diese Hungermorde ökonomische Gründe hatten. Ein Netzwerk von Profiteuren verdeckte das Leid der Opfer bis weit in die Nachkriegszeit.

Am 14.4.2021 erschien im Verlag Beltz Juventa die Studie DER VERBAND.Anstaltsfürsorge zwischen Rassenhygiene, Bereicherung und Kommunalpolitik (Oldenburg 1924-1960).

Im Auftrag der Gedenkstätte Wehnen und des Fördervereins internationales Fluchtmuseum e.V. hat der Historiker Ingo Harms die finanziellen Zusammenhänge zwischen dem Hungertod der Patienten in den oldenburgischen Anstalten und dem Vermögen des Landesfürsorgeverbandes, des heutigen Bezirksverbandes Oldenburg, untersucht. Grundlage dieser Studie ist die Quellenarbeit der Forschungsstelle Geschichte der Gesundheits- und Sozialpolitik (Universität Oldenburg 2005 - 2016).

Hauptsächliches Leitmotiv der Krankenmorde, so das Forschungsergebnis, war nicht die Doktrin vom „lebensunwerten Leben.“ Vielmehr verfolgte der Landesfürsorgeverband gemäß dem Aufruf von Reichsinnenminister Frick zur „Ressourcengewinnung durch Mittelverweigerung“ eine systematische Reduktion der Pflegekosten. Während Hunderte von Patienten starben, bildete der Verband ein Millionenvermögen und investierte in den Aufbau völkischer Kultur und die Modernisierung der Energieversorgung und Landwirtschaft. Unter anderem gründete er 1940 mit zwei Millionen Reichsmark die Ferngas Weser-Ems GmbH, aus der die heutige EWE hervorging. Weitere Profiteure waren u.a. die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen, das Museumsdorf Cloppenburg, die NS-Kultstätte Bookholzberg, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und die regionale Fleischmehlfabrikation. Andererseits wurden auch Einrichtungen der Gehörlosenförderung, Tuberkulosehilfe und Kindererholung finanziert.

Die Studie beeindruckt besonders durch die Darstellung einer radikal auf Kostenreduktion und Kapitalbildung fokussierten Fürsorgebürokratie. „Die Vernachlässigung der Patienten war nicht die Folge, sondern die Voraussetzung für die Vermögensbildung,“ fasst Dr. Harms zusammen. Parallelen zur modernen Form der Krankenhausprivatisierung seien unübersehbar. „Die Ökonomisierung der Gesundheitsdienste steht im direkten Konflikt mit den Interessen der PatientInnen,“ resümiert der Autor seine historische Erkenntnis.

Harms arbeitet seit fast dreißig Jahren im renommierten „Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘ und Zwangssterilisation“ (www.ak-ns-euthanasie.de). Seine zahlreichen Forschungen über die NS-Krankenmorde werden von der Gedenkstätte Wehnen präsentiert (www.gedenkkreis.de). Mit dem ZDF-Spielfilm „Ich werde nicht schweigen“ (Esther Gronenborn 2017) wird sein Kampf um die historische Wahrheit gewürdigt, in deren Tradition auch die Studie DER VERBAND steht.

 Für nähere Auskünfte stehen der Autor und die Herausgeber telefonisch zur Verfügung:

 Dr. Ingo Harms 0441-52333                                                                                             

Gedenkstätte Wehnen, Frau Regener 0441-3045116

 

 

 

 

George-Floyd-Weg

in Oldenburg-Osternburg am 4. Dezember 2020 eingeweiht

 
 

Straßenschild an einem Parkplatz

Zur Erinnerung an den rassistisch motivierten Mord am US-Bürge rGeorge Floyd durch US-Polizisten am 25. Mai 2020 in Minneapolis im US-Staat Minnesota wurde am Freitag, 4. Dezember, am Verbindungsweg zwischen dem Parkplatz des Supermarktes irma/aktiv und der Schützenhofstraße in Osternburg ein Straßenschild „George-Floyd-Weg“ durch den Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. installiert.

 Rede von Veronika Oduro

Ich bin in Deutschland (Leer Ostfriesland) geboren. Meine Mutter ist Deutsche und mein Vater kommt aus Ghana (Westafrika).

Ich schließe derzeit mein Masterstudium an der Uni Oldenburg ab und lebe seit mittlerweile ca. 10 Jahren mit meinem Mann und unseren beiden Kindern hier in Oldenburg.

Wenn ich meine Erfahrungen sprechen lasse, habe ich immer so den Eindruck, dass die erste Reaktion auf die Thematisierung von Rassismus auf Abwehr oder zumindest Unbehagen stößt. Von meinem Gegenüber höre ich "Rassismus gibt es bei uns nicht!" oder "Ich bin kein Rassist!" Während sich meinerseits Fragen auftun, woher Rassismus kommt, Ist es Hass, ist es Neid?"

Ja, was ist Rassismus eigentlich: Es ist letztlich ein Machtsystem. In der Geschichte haben Weiße Menschen in Rassen unterteilt, wobei Schwarze Menschen als minderwertig galten. Die Forschung brachte jedoch hervor, dass es keine unterschiedlichen Menschenrassen gibt. Das, was biologisch also nicht mehr haltbar war, hat einfach eine Verschiebung in den sozialen Sektor erfahren.Dabei wird auch das Machtverhältnis deutlich.

Als Folge aus der Kolonialzeit schreibt die weiße Mehrheitsgesellschaft Schwarzen Menschen bestimmte Eigenschaften zu, die Diskriminierung zur Folge haben. - Ich möchte kurz anmerken, dass ich bewusst die aus dem Empowerment entstandenen, politischen Begriffe "weiß-sein" "Schwarz-sein" und "People of Colour" gebrauche. - Diskriminierung erfahren People of Colour in verschiedenen Bereichen, ob im Alltagsgeschehen oder auf institutioneller Ebene, manchmal eher subtil und manchmal direkt und auch gewaltvoll, wie wir im Falle von George Floyd sehen mussten. Und das ist kein Einzelfall, und das passiert auch nicht nur in den USA, sondern auch woanders, so auch hier bei uns in Deutschland.

Aus dem Alltag könnte ich Ihnen eine Vielzahl an Beispielen geben, in denen ich und meine Familie rassistischen Äußerungen und Handlungen ausgesetzt sind: Z.B. der ungefragte Griff eines Fremden in unsere Haare, aber auch das manchmal grenzenlos erscheinende Ausfragen, das meistens mit der Frage, warum ich so gut deutsch sprechen könne, beginnt. Das Ganze wird dann als "Interesse" oder "Neugier" getarnt, lässt mich aber ganz klar wissen: "Du bist anders, du gehörst nicht zu unserer Gesellschaft". Nachdem ich solche Fragen oftmals einfach beantwortet hatte – vor allem als ich jünger war. Ich wollte auch nicht unfreundlich erscheinen -, bekam ich zum Ende eines solches Gesprächs bzw. eher einseitigen Ausfragens zum Abschied nochmal das "Kompliment": "Aber deutsch kannst du wirklich gut sprechen". – Ermüdend.

Ich war vor einigen Jahren Pendlerin und saß mehrere Tage die Woche im Zug. Es kam nicht sehr häufig vor, aber jedes Mal, wenn ein Polizeibeamte durchs Abteil lief, konnte ich sicher davon ausgehen, dass ich kontrolliert werden würde - obwohl er viele Reihen vor und nach mir ausgelassen hatte. – Zufall? Zu meiner Schulzeit lösten viele Kinderlieder oder Reime ein Unbehagen in mir aus. Wie oft haben wir das Sportspiel "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?" gespielt, das möglicherweise einige kennen werden. Auch der Blick ins Erdkundebuch, in dem Afrika oftmals so plakativ primitiv und einseitig dargestellt wurde, trug dazu bei. Die Rolle des kriminellen Gangsters in Videospielen und Filmen hat häufig eine Figur oder ein Schauspieler of Colour.

Warum erzähle ich das? Wie ich zu Beginn sagte, möchte eigentlich keiner ein Rassist sein oder mit Rassismus in Verbindung gebracht werden. Ich frage mich manchmal eher, wie es überhaupt möglich ist, nicht rassistisch zu denken? Umgeben von Zuschreibungen, wie die People of Colour angeblich sind, macht doch etwas mit unserem Unterbewusstsein - und das von frühster Kindheit an. Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich sind nicht alle Weißen Rassisten, ich bin sehr froh, dass es viele Menschen gibt, die darüber reflektieren. Und es bedarf stets der Reflexion über Gehörtes und Gesehenes.

Es reicht aber nicht zu sagen "Das ist doch nur ein Kinderlied, das ist doch nicht böse gemeint!" Womit wir uns füttern, das wächst auch in uns heran. Welches Endergebnis ist wohl zu erwarten, wie auf eine Personengruppe reagiert wird, die wiederholt negativ attribuiert wird? - Nicht alle und nicht immer, aber Wie reagiert dann wohl ein Polizist auf einen Man of Colour? Wie behandelt eine Lehrerin dann wohl ein Child of Colour? Wie sieht ein/e ArbeitgeberIn, Kollege/Kollegin, VermieterIn oder NachbarIn ... eine Woman of Colour?

Ja genauso, wie es ihm oder ihr das ganze Leben lang suggeriert wurde - und das z.T. unbewusst, und wir müssen uns doppelt und dreifach erklären und beweisen. Ich hoffe, Sie können mir folgen. Ein privilegierter weißer Mensch aus der Mitte der Gesellschaft weiß möglicherweise nicht, dass er in der einen oder anderen Situation rassistisch gehandelt hat. Und wenn die Bezeichnung "Rassist" direkt auf Abwehr stößt, lassen Sie sie uns doch erstmal beiseite legen und sagen: "Deine/Ihre/eure Aussage oder Handlung hat mich/uns (People of Colour) verletzt!"

Wenn man das dann tatsächlich nicht bewusst gemacht hat – was ich der Person auch wirklich glauben möchte - dann lassen Sie uns die Strukturen aufspüren, die unser Handeln maßgeblich beeinflussen. Wir müssen uns eingestehen, dass ein Rassismus vorhanden ist, von dem viele (Praktizierende) gar nichts wissen - und das nicht nur von Rechts, sondern aus der Mitte der Gesellschaft.

Das individuelle Reflektieren ist sehr wichtig, noch wichtiger ist, dass anerkannt wird, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt, an dem gemeinsam gearbeitet werden muss.

Zum Glück ist schon vieles Geschehen und Aktionen wie die heutige setzen ein weiteres Zeichen und können zum Reflektieren anregen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sowas in der Stadt Oldenburg möglich ist.

_________________________________________________________________________________________________________________________________________

 Dieses Angebot wird wegen der Pandemie vorübergehend ausgesetzt!

 Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. lädt ein ...

... zu öffentlichen Vorstandssitzungen an jedem dritten Dienstag im Monat von 15:30 bis 17:00 Uhr im „Open Space“, Landesmuseum Natur und Mensch, Damm 38-46, Oldenburg. Die Termine für 2020: 20.Okt., 17. Nov. und 15. Dez.

Kontakt: 0157-74 50 33 27 (Ulrich Hartig), 0174-8 75 49 45 (Hilmar Froelich).

________________________________________________________________________________________________________________

 

DORFGRÜNDUNG...ein Planspiel politischer Bildung

 

Jugendliche zwischen Autonomielust, Solidarität und Wunsch nach Anerkennung

Ein Erfahrungsbericht von Prof. Dr. Andreas Petrik, Didaktik der Sozialkunde, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Autor des Planspiels,Projektpartner: Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V., BBS Wechloy, Oldenburg

 

Andreas Petrik (Foto: Leo Hagen)

 

Wir (zwei meiner Student*innen und ich) haben ein zwei Tage und zwei Nächte mit einer Berufsschulklasse in einer Tagungsstätte auf dem Land verbracht, um die Dorfgründungssimulation durchzuführen. In diesem sozialen Experiment stellen sich die Teilnehmer*innen vor, in ein leerstehendes Bergdorf in den südfranzösischen Pyrenäen auszuwandern, um dort eine neue Gesellschaft zu gründen. Sie müssen also – unterstützt vom Moderator – klären, wie sie leben, arbeiten, Entscheidungen treffen, Güter verteilen und Konflikte lösen wollen. Die Berufsschulklasse bestand aus 17 jungen Menschen mit Fluchthintergrund aus Syrien, der Türkei, dem Iran, Irak, Afghanistan, Guinea-Bissau, Gambia und Thailand, die alle eine Ausbildung im Lebensmittelhandel durchlaufen.

Wir begannen mit einer Phantasiereise durch das deutsche Alltagsleben der Jugendlichen bis nach Südfrankreich, die mit der Frage schließt, was jeden und jede an ihrem Leben in Deutschland stört und was sie im Dorf anders oder viel konsequenter machen wollen. Die Jugendlichen stört (neben dem kalten Wetter Norddeutschlands, was heitere Zustimmung erzeugt) die Ferne zu ihren Familien, zumal diese oft in großer Unsicherheit und Gefährdung leben, eine fehlende permanente Aufenthaltsgenehmigung, frühe Arbeitszeiten, zu viel Steuern zahlen zu müssen, Briefe von Behörden, Versicherungen usw., die schwer lesbar sind, wenn man keine Muttersprachler*in ist. Die Erfahrung mit „unfreundlichen Deutschen“ und rassistischer Diskriminierung, auch durch die Polizei, wird ausführlich und kontrovers diskutiert. Einige beklagen, viele Deutsche verstünden nicht, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssten und schauten komisch, wenn ein Geflüchteter (oder einfach nur ein „südlich“ aussehender Mensch) ein Handy oder gar Auto besitze. Auch schmerzhafte Erfahrungen mit racial profiling werden deutlich. Auf der anderen Seite – und dies macht aus meiner Sicht die charmante Differenziertheit der Gruppe aus – erfolgt auch Selbstkritik: Als Flüchtling habe man sich auch an die Regeln des Gastlandes zu halten, Respekt zu zeigen und dankbar für Aufnahme und materielle Unterstützung zu sein. Im virtuellen Dorf wollen die Jugendlichen lernen, sich selbst zu helfen, ökonomisch unabhängig zu werden, eigene Regeln zu verabschieden und, wie immer wieder betont wird, mit denen zu teilen, die weniger Geld zur Verfügung haben. Der Wert der Solidarität dominiert.

Zugleich zeigen sich in den Dorfversammlungen typische Kontroversen, wie sie auch in Dorfgründungen mit deutschen Jugendlichen zu beobachten sind: Umstritten ist die Frage, ob man eine starke Bürgermeister*in im Dorf braucht oder eher basisdemokratisch Entscheidungen trifft. Genauso wie die Frage, ob alle Einkünfte in eine Gemeinschaftskasse fließen oder ob jeder und jede nach Leistung bezahlt wird und die Armen dabei mit freiwilligen Spenden bedacht. Hoch kontrovers auch die Frage der Rolle von Religion und Kirche: Soll das Kirchengebäude ein religiöses Gotteshaus bleiben oder in ein interkulturelles, säkulares Kulturzentrum umgewandelt werden? Schließlich gibt es auch keine Einigung in der Frage, ob ein Investor ein großes Hotel im Dorf bauen darf, um dem Dorf Wohlstand über Tourismus zu bringen.

Die Jugendlichen füllen mit ihren Argumenten das für Deutschland (und alle westlichen Staaten) typische politische Spektrum der fünf demokratischen Bundestagsparteien, mit Ausnahme der überwiegend antidemokratischen AfD: Die Jugendlichen artikulieren grüne, sozialdemokratische, demokratisch-sozialistische, marktliberale und konservative Positionen. Im nächsten Schritt lernt die Klasse, diese Positionen politisch zu benennen und in den sogenannten politischen Kompass einzuordnen, der ein Koordinatensystem mit einer wirtschafts- und einer gesellschaftspolitischen Achse bildet: Zum einen soziale Gleichheit und Umverteilung versus Marktfreiheit, zum anderen Basisdemokratie versus autoritäre Herrschaft. In dieses Koordinatensystem ordnen wir dann die sechs Bundestagsparteien (inklusive AfD) mithilfe kurzer Programmbeschreibungen ein. Diese Aufgabe ist sprachlich anspruchsvoll, trotz starker Vereinfachungen in den Quellentexten. Dennoch betonen die Jugendlichen in der Abschlussreflexion, dass ihnen diese Arbeit geholfen habe, ihren eigenen politischen Standort besser zu verstehen und nun dessen Nähe zu deutschen Parteien erkennen zu können. Offenbar fühlen sie sich dadurch ein Stück mehr in Deutschland angekommen, denn sie betonen, wie wichtig diese Kenntnisse gerade in einem fremden Land sind.

 

 Insgesamt gibt es ausschließlich Lob für die zwei Tage, alle wirken begeistert, betonen, die Aufgabe, gemeinsam etwas aufzubauen (auch wenn es virtuell war), habe ihnen Spaß gemacht, der Zusammenhalt in der Klasse sei dadurch gestiegen, man habe sich besser kennen gelernt, viele neue Begriffe gelernt, die man im Alltag gebrauchen könne, auch neue politische Ideen entwickelt. Auch der Kontakt zu unserem Dreierteam wurde als sehr angenehm herausgestellt.

 

Mein Fazit als Moderator:

 

Unser Land wächst mit solchen interkulturellen Perspektiven. Ich durfte junge Demokrat*innen mit völlig unterschiedlichen Prägungen erleben, die trotz kontroverser politischer Auffassungen und hitziger Diskussionen ein großes Maß an gegenseitiger Toleranz und Solidarität zeigten, die selbstkritisch und lernbegierig mit neuem Wissen umgingen und die vor allem eine Sehnsucht eint: Als ganz normale deutsche Bürger*innen anerkannt zu werden, die hier leben, lieben, arbeiten und wählen dürfen.

______________________________________________________________________________________________________________________


Reihe Öffentliches Nachdenken

China, die Uiguren und die Menschenrechte

Ein Blick in die Geschichte der Volksrepublik China und ein aktueller Sachstandsbericht zur Verfolgung und Umerziehung der uigurischen Minderheit

Mit Ulrich Delius, Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen

Dienstag, 21. Januar 2020, 19:00 Uhr

Städtisches Kulturzentrum PFL, Peterstraße, Oldenburg

Eintritt frei